Entwicklung und Rahmenbedingungen der Zeitarbeitsbranche

Bremen |

02.12.2013

Neue Tarifabschlüsse

Am 01.11.2013 ist der neue IGZ-DGB Tarifvertrag in Kraft getreten. Dieser enthält die Festlegung für die Erhöhung des Mindestlohns für u.a. einfache Helfertätigkeiten. Eine weitere Erhöhung ist für die Jahre 2015 und 2016 vorgesehen.

Ebenfalls setzt sich das „Equal pay“ immer mehr durch. Die „Gerechtigkeitslücke“ der Zeitarbeitsbeschäftigten und den Stammbeschäftigten werden zurzeit durch die neun Branchenzuschlagstarifen in Bereichen von IG Metall, IG BCE, ver.di und Transnet ausgeglichen.

Lohnentwicklung in der Zeitarbeit

In den letzen 3,5 Jahren gab es in der Zeitarbeit, Bundesweit eine Lohnerhöhung von über 15%, diese Lohnentwicklung ist in keiner anderen Branche vorzuweisen.

Beschränkung der Überlassungsdauer

Bei der Einführung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes war die maximale Überlassungsdauer von Leiharbeitnehmern auf 3 Monate befristet. Dieses wurde später verlängert und im Jahre 2003 ganz aufgehoben. Auch in Zukunft soll auf eine vorgeschriebene Beschränkung der Überlassungsdauer verzichtet werden. Leiharbeitnehmer können somit unbegrenzt lange von demselben Verleiher an denselben Entleiher überlassen werden.

Eine Wiedereinführung hätte unter anderem zur Folge, dass die Leiharbeitnehmer eine höhere Flexibilität aufbringen müssten und sich öfter auf neue Einsatzbetriebe einstellen müssten. Dieses wiederum würde für den Entleiher einen höheren Verwaltungsaufwand bedeuten.

Arbeitsverhältnisse

90,2 % der Zeitarbeitnehmer arbeiten Vollzeit

81,2 % der Zeitarbeitnehmer haben eine unbefristete Beschäftigung

37, 3 % der Zeitarbeitnehmer werden direkt vom Kunden übernommen.

Verhinderung der Umgehung von Arbeitnehmerschutzrechten

Auch in Zukunft werden verstärkte Kontrollen durchgeführt, um gesetzwidrigen Werkverträgen vorzubeugen. Dieser Missbrauch von Werkverträgen soll durch die Beantragung von Arbeitnehmerüberlassungserlaubnis verhindert werden.

Detaillierte Informationen zu der Entwicklung und den Rahmenbedingungen finden Sie auf der Seite des iGZ.