IAB erwartet für 2015 Rekord bei Zahl der Erwerbstätigen

Bremen |

26.09.2014

Die Arbeitslosigkeit wird 2015 voraussichtlich bei 2,88 Millionen Personen liegen, geht aus einer neuen Prognose des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. Das wären dann gut 20.000 weniger als in diesem Jahr. Zugleich wird dem IAB zufolge die Zahl der Erwerbstätigen um knapp 270.000 auf 42,89 Millionen steigen – ein neuer Rekord. Die IAB-Arbeitsmarktexperten betonen: „Der Arbeitsmarkt befindet sich somit in einer guten Grundverfassung. Selbst in Zeiten konjunktureller Flaute zeigt er sich robust, die Entlassungszahlen bleiben niedrig.“

Das IAB geht bei seiner Prognose von einem Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1,5 Prozent im Jahr 2014 und 1,4 Prozent im Jahr 2015 aus. Allerdings sehen die Arbeitsmarktforscher einige Risiken: „Auch wenn Europa mittlerweile die Talsohle der Rezession durchschritten hat, bleibt die Schuldenkrise ein wichtiger Unsicherheitsfaktor. Der realwirtschaftliche Aufschwung steht noch nicht überall auf solidem Fundament. Risiken stellen auch die militärischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten und in der Ukraine sowie der Handelskonflikt mit Russland und ein möglicher Energiepreisanstieg dar.“ Andererseits gebe es auch positive Faktoren, so Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs „Prognosen und Strukturanalysen“: „Deutschland ist mit seinen Produkten am Weltmarkt grundsätzlich gut aufgestellt. Im Inland ist das Konsumklima günstig, der Bedarf an Fachkräften bleibt hoch.“

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