Kontinuierliche Lohnsteigerung in der Zeitarbeit

Bremen |

09.07.2015

„Überdurchschnittliche Lohnerhöhungen in der Zeitarbeit.“ Eine Meldung, die mit schöner Regelmäßigkeit immer wieder auftaucht – Lohnsteigerungen von bis zu 4,3 Prozent untermauern diese Aussagen. Zur Dokumentation der Entwicklung bietet der iGZ nun eine Grafik an, die das Volumen der Steigerung seit dem 1. Juli 2010 eindrucksvoll belegt.

Lag die unterste Entlohnungsstufe – also das Entgelt für ungelernte Hilfskräfte pro Stunde - im Juli 2010 noch bei 7.60 Euro im Westen und 6,65 Euro im Osten, steht die „E1“ aktuell bei 8,80 Euro West und 8,20 Euro Ost. Das kommt übrigens im Vergleich zur letzten Erhöhung im Januar 2014 (8,50 Euro West, 7,86 Euro Ost) einer Steigerung um 4,3 Prozent gleich.

Verhandlungsgemeinschaft

Am 1. Juni 2016 erreicht die unterste Einstufung dann laut iGZ-DGB-Tarifvertrag schließlich 8,50 Euro im Osten und 9 Euro im Westen. Die Laufzeit ist bis zum 31. Dezember 2016 veranschlagt. Anschließend können die Sozialpartner – für die Zeitarbeitgeber verhandelt die Verhandlungsgemeinschaft Zeitarbeit (VGZ), bestehend aus Vertretern von BAP und iGZ – einen neuen Tarifvertrag aushandeln.

Höchste Entgeltstufe

Interessant auch der Blick ans andere Ende der Skala – in der höchsten Stufe, Entgeltgruppe 9, lag der Stundensatz am 1. Juli 2010 bei 17,38 Euro West und 15,12 Euro Ost – aktuell steht er bei 19,55 Euro (West) und 17,39 Euro (Ost). Zum Juni 2016 steigt der Stundenlohn dann auf 20 Euro West und 18,03 Euro Ost.

Branchenzuschläge

Damit ist in der Zeitarbeitsbranche aber noch lange nicht Schluss – für knapp 60 Prozent der Zeitarbeitnehmerschaft gelten zusätzlich die Branchenzuschlagstarifverträge, die von den Verhandlungspartnern für mittlerweile elf Branchen ausgehandelt wurden. Innerhalb von neun Monaten steigt der Lohn – erstmalig nach sechs Wochen – der Zeitarbeitnehmer kontinuierlich an, bis er schließlich an das Entgelt der Stammmitarbeiterschaft nahezu angepasst ist.