Neues in 2016

Bremen |

06.01.2016

Briefporto

Ab 1. Januar 2016 erhöht die Post erneut das Briefporto. Die Kosten für einen Standardbrief steigen dann von jetzt 62 Cent auf 70 Cent, die für einen Maxibrief von 2,40 auf 2,60 Euro. Auch für ein Einschreiben innerhalb Deutschlands und ins Ausland müssen Verbraucher künftig tiefer in die Tasche greifen. Es wird statt 2,15 Euro künftig 2,50 Euro kosten. Das Porto für Postkarten sowie Groß- und Kompaktbriefe im Inland bleibt aber gleich.

Gesetzliche Krankenkassen erhöhen Beiträge

Auf Arbeitnehmer kommen ab 1. Januar 2016 zusätzliche Kosten für ihre Krankenversicherung zu. Der durchschnittliche Zusatzbeitrag steigt um 0,2 Punkte auf durchschnittlich 1,1 Prozent. Damit erhöht sich der durchschnittliche Gesamtbeitrag auf 15,7 Prozent. Wie hoch der jeweilige Zusatzbeitrag ausfällt, legt jede Krankenkasse aufgrund ihrer wirtschaftlichen Situation selbst fest.

Im Gegensatz zum regulären Krankenversicherungsbeitrag, den Arbeitgeber und Arbeitnehmer jeweils zur Hälfte zahlen, muss der Zusatzbeitrag allein vom Arbeitnehmer getragen werden.

Kindergeld wird erhöht

Zum 1. Januar 2016 wird das Kindergeld um zwei Euro erhöht. Für das erste und zweite Kind beläuft sich der Betrag dann auf jeweils 190 Euro, für das dritte Kind auf 196 Euro im Monat und für jedes weitere Kind auf 221 Euro monatlich.

Bezieher von Kindergeld sind zudem ab 1. Januar 2016 verpflichtet, der Familienkasse ihre Steuer-Identifikationsnummern, die der Eltern und der Kinder, mitzuteilen. Liegen diese zum Jahresbeginn noch nicht vor, werde die Kindergeld-Zahlung aber nicht eingestellt. Die Steuer-ID kann später nachgereicht werden. Wer sie nicht mehr findet, kann beim Bundeszentralamt um erneute Auskunft bitten. Mit Hilfe der Steuer-ID soll künftig Sozialleistungs-Betrug vermieden werden.

Strompreise steigen

Zahlreiche Stromanbieter erhöhen zum 1. Januar 2016 ihre Preise. Für einen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 5.000 Kilowattstunden bedeutet das Mehrkosten von etwa 43 Euro. Das entspricht einer Erhöhung um etwa 2,9 Prozent.

Billiger wird es dagegen für Gaskunden – viele Versorger senken ihre Preise zu Beginn des Jahres durchschnittlich um 4,5 Prozent.

Grundfreibetrag und Kinderfreibeträge steigen

Ab 2016 steigt der Grundfreibetrag bei der Einkommenssteuer um 180 Euro auf 8.652 Euro. Das bedeutet, ein Lediger muss erst ab einem zu versteuernden Einkommen von mehr als 8.652 Euro im Jahr Steuern zahlen. Bei Ehepaaren oder eingetragenen Lebenspartnern verdoppelt sich der Beitrag auf 17.304 Euro.

Auch der Kinderfreibetrag wird 2016 auf 4.608 Euro im Jahr angehoben. Er steigt also um 96 Euro pro Kind, das bedeutet 48 Euro für jedes Elternteil. Vor allem bei höheren Einkommen wirkt sich das steuermindernd aus. Der Freibetrag für Betreuung, Erziehung oder Ausbildung bleibt unverändert. Damit beträgt die Summe der Freibeträge im kommenden Jahr pro Kind und Jahr 7.248 Euro.