Rekrutierungswege wandeln sich

Bremen |

27.08.2015

Einen Wandel der Rekrutierungsformen neuer Mitarbeiter erwartet die Lünendonk GmbH laut ihrer neuen Studie 2015, "Zeitarbeits- und Personaldienstleistungsunternehmen in Deutschland". Angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels sei damit zu rechnen, dass sich die nachfrageorientierte Rekrutierung hin zu einer kandidatenorientierten Vermarktung wandelt.

Wenn es also den Zeitarbeitsunternehmen gelinge, die Besetzungsquoten aus den Bewerberpools zu erhöhen, könne mit einer besseren Profitabilität gerechnet werden. Der Vertrieb müsse folglich verstärkt darauf ausgerichtet sein, die Zeitarbeitnehmer im laufenden Rekrutierungsprozess besser zu vermitteln.

Arbeitslosigkeit

Der erwartete Wandel hat seine Gründe: Die Arbeitslosigkeit ist, so die Lünendonk-Studie, weiterhin niedrig. Demgegenüber gebe es eine große regionale Diskrepanz bei der ungleichmäßigen Verteilung zwischen Arbeitsplatzangebot und verfügbaren Arbeitskräften.

Mobilität

„Weil sich nur relativ wenige Menschen entscheiden, für einen neuen Job in eine andere Region oder ein anderes Bundesland zu ziehen, gibt es im süddeutschen Raum Regionen mit Arbeitslosenquoten zwischen drei und vier Prozent, während etwa Bremen oder Berlin sogar mehr als zehn Prozent Arbeitslosigkeit aufweisen“, heißt es in der Studie. Neben dem Alter sei auch das Qualifikationsprofil ein wesentlicher Faktor für die Bereitschaft zur Arbeitsplatzmobilität.

Attraktive Jobs

Jüngere Arbeitnehmer – Berufseinsteiger – nutzen eher die Gelegenheit, für einen attraktiven oder lukrativen Job in eine andere Region oder ein anderes Bundesland zu ziehen. Wer bereits eine Familie gegründet hat, sei dazu nicht mehr so bereit. Wer außerdem in einiger Entfernung vom Geburtsort studiert habe, zeige eine überdurchschnittlich große Arbeitsplatzmobilität.

Rekrutierungskanäle

Für die Zeitarbeitsunternehmen bedeute dies, dass die Wahl der effektivsten Rekrutierungskanäle eine zentrale Rolle spiele, wenn es um bessere Quoten bei der Kandidatengewinnung gehe. Detaillierte Kenntnis der Kandidatengruppen und spezifische Besetzung der Rekrutierungsteams seien dafür weitere Voraussetzungen.

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