Studierende über Zeitarbeit unterrichtet

Bremen |

13.01.2015

Die Bedeutung der Zeitarbeit für die Flexibilität des deutschen Arbeitsmarktes betonte Ariane Durian, Geschäftsführerin des Zeitarbeitsunternehmens CONNECT, in ihrem Gastvortrag an der Hochschule Pforzheim. Den Studierenden des Masterstudiengangs Human Resources Management brachte sie die Besonderheiten der Branche nahe und ging auch auf die geplanten politischen Änderungen ein.

„Die Zeitarbeitsbranche beschäftigt gut 815.000 Menschen, das sind etwa 2,6 Prozent der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten“, ordnete Durian die Größe der Branche zu Beginn ihres Vortrages ein. Bis auf sehr wenige Ausnahmen gelte für all diese Personen ein Tarifvertrag, der gerechte Arbeitsbedingungen sichere. Mitarbeiter, die bei Mitgliedern des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ) angestellt seien, profitierten darüber hinaus noch von einem besonderen Schutz – dem iGZ-Ethikkodex, der Verhaltensregeln für ein faires Miteinander sichert.

Lohnzuschläge in elf Branchen

Schon lange bevor der gesetzliche Mindestlohn in Kraft trat, habe es für die Zeitarbeit eine tarifliche Lohnuntergrenze von 8,50 Euro (West) bzw. 7,86 Euro (Ost) gegeben. Branchenzuschläge sichern darüber hinaus in elf Branchen, dass der Lohn der Zeitarbeitskräfte stufenweise über neun Monate dem der Stammbeschäftigten angeglichen wird. Damit sei Zeitarbeit gerade für Fachkräfte noch attraktiver geworden – jedoch auch teurer für die Betriebe, die Zeitarbeit einsetzen.

Pläne der Bundesregierung kritisiert

Von den geplanten gesetzlichen Regulierungen der Branche hält die Unternehmerin nichts. Die Bundesregierung will Zeitarbeitseinsätze auf eine Dauer von 18 Monaten beschränken. „Dann käme Zeitarbeit aber beispielsweise für Elternzeitvertretungen, längere Krankheitsfälle und langfristige Projekte nicht mehr in Frage“, bedauerte die iGZ-Bundesvorsitzende. Ebenso erklärte sie den Plänen des gesetzlichen Equal Pays eine klare Absage: „Mit den Branchenzuschlägen haben wir ein wesentlich besseres, praxisnäheres Modell entwickelt.“

Den kompletten Artikel finden Sie auf der Seite des iGZ.