Weniger Unfälle in der Zeitarbeit

Bremen |

17.08.2015

„Der gute Arbeitsschutz in den Zeitarbeitsunternehmen trägt Früchte“, freut sich Martin Gehrke, stellvertretender Bundesvorsitzender des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ). Seit Jahren sinken die Unfallzahlen. Kamen im Jahr 2007 noch mehr als 34 Arbeitsunfälle auf 1.000 Beschäftigte, liegt die Zahl im Jahre 2014 unter 25.

„Wir ruhen uns auf diesen Erfolgen aber nicht aus. Jeder Arbeitsunfall ist einer zu viel“, machte Gehrke deutlich. „Deshalb hat sich der iGZ für ein Prämienverfahren in der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft eingesetzt. Investitionen in bestimmte Arbeitsschutzmaßnahmen, die über die gesetzliche Verpflichtung hinausgehen, werden gefördert. Insbesondere für kleinere und mittlere Unternehmen dürfte dies ein besonderer Anreiz sein, in Arbeitsschutz zu investieren.“

Bonus-Malus-System diskutiert

Der iGZ setzt sich nicht nur für eine Förderung von Maßnahmen ein, sondern auch eine Belohnung guter Ergebnisse. „Denn wer viel für Arbeitsschutz tut, hat auch wenige Unfälle. Wer wenige Unfälle hat, soll auch weniger Beiträge zahlen. Das lässt sich über ein Bonus-Malus-System erreichen, das gegenwärtig in der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft diskutiert wird und für dessen Umsetzung wir uns mit Wirksamkeit des nächsten Gefahrtarifs einsetzen“, gab Gehrke einen Ausblick.

Gute Arbeitsbedingungen bescheinigt

Dass die Zeitarbeit in Sachen Arbeitsschutz auf einem guten Weg ist, bescheinigt auch das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales in NRW in seinem Jahresbericht 2013. In den vergangenen zehn Jahren hätten sich die Arbeitsbedingungen der Zeitarbeitnehmer stark verbessert. Aus Arbeitsschutzsicht seien die Bedingungen in der Regel genauso gut wie die der Stammbeschäftigten.