Zeitarbeit: Jobmotor und Konjunkturbarometer

Bremen |

28.01.2011

Statistikamt der BA legt neue Zahlen zur Arbeitnehmerüberlassung vor. 806.123 Arbeitnehmer waren zum Stichtag 30. Juni 2010 in der Zeitarbeitsbranche beschäftigt – 196.403 mehr als noch am 31. Dezember 2009.

“Diese Entwicklung zeigt einmal mehr die klassische Funktion der Zeitarbeit als flexibles Instrument für konjunkturelle Schwankungen”, analysierte RA Werner Stolz, Hauptgeschäftsführer des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen, die nun von der Bundesagentur für Arbeit vorgelegten Zahlen zur Arbeitnehmerüberlassung im ersten Halbjahr 2010.

Echter Jobmotor

Die Steigerung um rund 32 Prozent kam vor allem auch den zuvor nicht Beschäftigten zu Gute: 326.009 Zeitarbeitnehmer kamen am Stichtag 30. Juni 2010 direkt aus der Arbeitslosigkeit – im Dezember 2009 waren es noch 257.706. “Eine Steigerung um 37,7 Prozent demonstriert eindrucksvoll, dass die Zeitarbeit auch ein echter Jobmotor ist. Sie hat wesentlich dazu beigetragen, dass die Arbeitslosigkeit während der Krise nicht ausuferte und danach sofort wieder viele Menschen in Arbeit gebracht hat”, unterstrich der Hauptgeschäftsführer. Besonders erfreulich sei zudem, “dass viele Langzeitarbeitslose – zum Stichtag waren es 59.082 – über die Zeitarbeit den Weg auf den Arbeitsmarkt zurück gefunden haben”. Den höchsten Anstieg verzeichnete die BA im Bereich der Hilfskräfte: Im Vergleich zum Dezember 2009 stieg die Zahl auf 84.615 auf 271.574 – allerdings hielt sich der Anteil der Hilfskräfte an der Gesamtzahl der Zeitarbeitnehmerschaft bei 32 Prozent.

Die aktuellen Statistiken der Bundesagentur für Arbeit finden Sie hier zum downloaden.