Zeitarbeit kein arbeitsmarktpolitischer Prügelknabe

Bremen |

04.10.2013

iGZ zu Äußerungen des McDonald´s-Personalchefs

„Viele McDonald's-Mitarbeiter wären finanziell besser dran, wenn sie in der Zeitarbeit arbeiten würden“, reagiert der Hauptgeschäftsführer des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ), Werner Stolz, auf Äußerungen des Personalvorstands der Fast-Food-Kette, Wolfgang Goebel. Dieser wies jetzt in einem Interview darauf hin, dass es bei McDonald's keine Zeitarbeit gebe – allerdings liege der Einstiegslohn auch nur bei 7,71 Euro. Es sei nicht nachzuvollziehen, dass der Verzicht auf Zeitarbeit als "Bonus" präsentiert werde.

„Knapp 50 Cent mehr erhält ein ungelernter Helfer in der Zeitarbeit als Einstiegslohn – bei Einsatz in der Metall- und Elektroindustrie kann der Lohn bis auf 12,29 Euro steigen. Das heißt, ohne Qualifizierung können ungelernte Kräfte in der Zeitarbeit eine bessere Entlohnung erreichen als die McDonalds-Beschäftigten im Durchschnitt verdienen“, macht Stolz deutlich. Nach Aussagen des Personalchefs der Fast-Food-Kette beträgt der Durchschnittslohn bei ihm im Unternehmen gerade einmal 10,34 Euro.

Personalflexibilität

„Da sieht man einmal mehr, wie häufig die Zeitarbeit als Prügelknabe des deutschen Arbeitsmarktes herhalten muss, ohne dass dies wirklich durch belastbare Fakten untermauert wird“, so der iGZ-Hauptgeschäftsführer. Zudem biete die Zeitarbeit Unternehmen ein hohes Maß an Personalflexibilität, das sicherlich auch McDonald's helfen könnte.