"Zeitarbeit keine Eintagsfliege"

Bremen |

13.03.2015

„Nichteinsatzzeit von Zeitarbeitnehmern ist nicht gleichbedeutend mit Arbeitslosigkeit“, reagierte Werner Stolz, Hauptgeschäftsführer des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ), auf eine Äußerung der Partei „Die Linke“, Zeitarbeitnehmer hätten in der Regel unsichere Perspektiven und ein erhöhtes Risiko arbeitslos zu werden. Sie würden bei Krisen als erste entlassen.

 „Gerät ein Kundenunternehmen der Zeitarbeitsbranche in eine schwierige Auftragslage, schickt es die Zeitarbeitnehmer zurück in das Zeitarbeitsunternehmen“, erläutert Stolz. Die Zeitarbeitsfirma sucht dann jeweils eine neue Einsatzmöglichkeit. Sei gerade keine andere Stelle frei, werde der Zeitarbeitnehmer weiterbezahlt.

Keine Eintagsfliege

„Die Arbeitnehmer sind fest angestellte Mitarbeiter des Zeitarbeitsunternehmens und genießen die gleichen Rechte wie jeder andere deutsche Angestellte auch“, betont der iGZ-Hauptgeschäftsführer in diesem Zusammenhang. Zeitarbeit sei beileibe keine Eintagsfliege: „Laut iGZ-Mittelstandsbarometer haben aktuell 84,7 Prozent der Zeitarbeitnehmer einen unbefristeten Arbeitsvertrag in der Tasche und 87,4 Prozent arbeiten in Vollzeit“, unterstreicht Stolz.

Flexibles Modell

Was „Die Linke“ publiziere, sei noch weniger als die halbe Wahrheit: „Mit dem flexiblen Modell Zeitarbeit werden in Krisenzeiten nicht nur die Stammarbeitsplätze der Unternehmen gesichert, sondern die Stellen der Zeitarbeitnehmer bleiben ebenfalls soweit wie möglich erhalten. In der letzten Wirtschaftskrise beispielsweise konnten Tausende dieser Arbeitsplätze gerettet werden, weil die Bundesregierung der Zeitarbeitsbranche Kurzarbeitergeld gewährte“, erinnert Stolz.

Rekordtempo

Mit dem Wiederauffrischen der Konjunktur habe die Branche dann extrem schnell auf den Bedarf reagieren können. Effekt: Personelle wie auch wirtschaftliche Einbrüche konnten im Rekordtempo kompensiert werden.

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