Zeitarbeit nimmt alle Hürden

Bremen |

18.11.2015

„Moin, Moin“, begrüßte Christian Baumann, iGZ-Landesbeauftragter Hamburg, die rund 300 Teilnehmer des iGZ-Landeskongresses Nord. Gesetzliche Regulierungen und die Flüchtlingsproblematik seien derzeit bestimmende Themen in der Branche. Baumann zeigte sich jedoch optimistisch und griff das Motto des Tages auf: Zeitarbeit nimmt alle Hürden.

„Aber“, betonte er, „dieses Motto soll keine Einladung an die Politik sein, die Branche immer weiter zu regulieren!“ Die Zeitarbeit habe viel Erfahrung damit, Menschen in Arbeit zu integrieren. Das könne auch bei der Integration der Flüchtlinge helfen. Dafür dürfe die Branche aber nicht immer weiter gesetzlich eingeschränkt werden.

Arbeitserlaubnis von Flüchtlingen

Unter welchen Voraussetzungen Flüchtlinge in der Zeitarbeit tätig werden dürfen, erläuterte iGZ-Verbandsjuristin RAin Judith Schröder. Seit Inkrafttreten des neuen Asylgesetzpaketes sei eine Beschäftigung nach frühestens 3 und spätestens 15 Monaten gestattet. Schröder ging besonders ausführlich darauf ein, woran Personaldisponenten ganz konkret erkennen können, ob eine Arbeitserlaubnis vorliegt oder nicht. „Seit einigen Jahren werden Aufenthaltstitel im Scheckkartenformat ausgestellt“, wusste Schröder und zeigte anhand von Beispielen, welche Informationen dem Aufenthaltstitel entnommen werden können.

„An der Realität vorbei“

„Der Staat will gerade alles fürsorglich regeln“, griff auch Ole von Beust, ehemaliger Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, das Thema Flüchtlinge in seinem Grußwort auf. Dabei komme es oft so rüber, als würden die Mitarbeiter der Zeitarbeitsbranche gezwungen, dort zu arbeiten. „Dabei tun sie das doch bewusst, weil sie die Flexibilität wollen, neue Herausforderungen, andere Sichtweisen kennenlernen“, stellte von Beust klar. Die Politik eifere aber noch immer der Vorstellung von Arbeit von vor 30 Jahren hinterher. Das gehe an der Realität vorbei.

Beschäftigungsrekord

Gute Nachrichten präsentierte Sönke Fock: Hamburg verzeichnete im Jahr 2015 einen Beschäftigungsrekord. „Dabei haben wir Zuwächse in allen relevanten Branchen“, freute sich der Vorsitzende der Geschäftsführung der Bundesagentur für Arbeit. Die Chance für Arbeitsuchende, eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu finden, sei momentan also sehr gut. „Allerdings haben wir häufig das Problem unrealistisch hoher Gehaltsvorstellungen“, nannte er ein Hemmnis.

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