Zeitarbeit verringert Risiko späterer Arbeitslosigkeit

Bremen |

30.04.2014

Zeitarbeit bringt Menschen in Arbeit, geht aus der kürzlich veröffentlichten IAB-Studie „Arbeitnehmerüberlassung in Hessen“ hervor. Arbeitsuchende, die eine Beschäftigung in der Zeitarbeit annehmen, sind auch fünf Jahre später noch wesentlich seltener beschäftigungslos als die Vergleichsgruppe.

Besonders signifikant zeigt sich die positive Beschäftigungswirkung von Zeitarbeit innerhalb der ersten zwei Jahre. In diesem Zeitraum liegt die Wahrscheinlichkeit, eine neue Arbeitsstelle zu finden, um bis zu 60 Prozent höher, wenn Menschen einen Zeitarbeitsvertrag unterschreiben. Nach zwei Jahren pendelt sich dieser Wert auf rund 15 Prozent ein. „Wie der Verlauf zeigt, führt die Aufnahme eines Leiharbeitsverhältnisses im Anschluss an die vorherige Arbeitslosigkeit im Bundesland Hessen zu einer höheren Wahrscheinlichkeit beschäftigt zu sein und dies über den gesamten Beobachtungszeitraum von fünf Jahren“, heißt es in der IAB-Studie.

Kein Lock-in-Effekt erkennbar

Rund zehn Prozent der Untersuchungsgruppe waren am Ende des fünfjährigen Untersuchungszeitraums noch immer in der Zeitarbeit beschäftigt. Es gebe jedoch keine Anzeichen dafür, dass Zeitarbeit den Übergang in ein anderes Beschäftigungsverhältnis erschwere. Zu keinem Zeitpunkt könne ein „Lock-in-Effekt“ festgestellt werden. Zeitarbeitskräfte haben genauso hohe Chancen, eine Beschäftigung außerhalb dieser Branchen zu finden, wie Personen, die aus der Arbeitslosigkeit heraus eine Neuanstellung suchen.

Sicherer Weg zurück in Erwerbstätigkeit

„Für uns ist dies ein weiterer Beweis dafür, dass die von der Politik geplante Höchstüberlassungsdauer von 18 Monaten völlig unsachgemäß ist“, betont Werner Stolz, Hauptgeschäftsführer des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ). Die IAB-Studie sei ein weiterer Beweis dafür, dass Zeitarbeit gerade für Arbeitsuchende ein sicherer Weg zurück in die Erwerbstätigkeit sei – und das auch langfristig. „Wenn Zeitarbeitnehmer nicht mehr länger als eineinhalb Jahre bei ihrem Arbeitgeber beschäftigt sein dürfen, schickt die Politik sie ohne jeglichen nachvollziehbaren Grund zurück in die Arbeitslosigkeit“, so Stolz.

Den kompletten Artikel finden Sie auf der Seite des iGZ.