Zeitarbeit Vorbild in Sachen Mindestlohn

Bremen |

11.10.2013

Fleischbranche verhandelt Lohnuntergrenze

Die Zeitarbeitsbranche als Vorbild in Sachen Mindestlohn: Der Tarifvertrag für die Zeitarbeit kann gewisse Impulse für eine Lohnuntergrenzenregelung in der Fleischbranche geben, äußerte jetzt Valerie Holsboer, Hauptgeschäftsführerin der Arbeitgebervereinigung Nahrung und Genuss (ANG).

Im Gespräch mit der Berliner Zeitung erklärte sie, Zeitarbeitnehmer in Westdeutschland erhalten vom kommenden Jahr an mindestens 8,50 Euro pro Stunde. In Ostdeutschland sei der Satz mit 7,86 Euro niedrigerer und solle bis Juni 2016 ebenfalls auf 8,50 Euro steigen. Ob sich die Gewerkschaft auch für die Fleischbranche auf einen solchen Stufenplan für die Werkvertrag-Arbeitnehmerschaft einlasse, bleibe abzuwarten. Die ANG, so die Hauptgeschäftsführerin, halte eine schnelle Einigung auf einen Mindestlohn für möglich - der Verband peile eine Untergrenze ab sieben Euro an.

Die Tarifverhandlungen starten am 22. Oktober. Als „Meilenstein“ bezeichnete Claus-Harald Güster, Verhandlungsführer der Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG), eine mögliche Einigung auf einen Tarifvertrag. Die NGG fordere einen Mindestlohn von bundesweit 8,50 Euro, der auch für ausländische Werkvertrag-Arbeitnehmer gelten solle. Er hoffe auf eine schnelle Einigung. (WLI)