Zeitarbeitsbranche rechnet mit Zuwachs

Bremen |

22.11.2013

Mit einem leichten Zuwachs in der Zeitarbeit auf durchschnittlich 871.000 Beschäftigte im nächsten Jahr rechnen die Branchenunternehmen laut einer Umfrage der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC, die 30 Betriebe zur Arbeitnehmerüberlassung befragte.

Dabei zeigte sich, dass der Fachkräftemangel das größte Wachstumshindernis ist. Die führenden Unternehmen erwarten für 2014 laut Umfrage nur eine verhaltene Entwicklung in der Arbeitnehmerüberlassung. Für das laufende Jahr wurde ein Rückgang der Zeitarbeitsbeschäftigten um rund ein Prozent auf durchschnittlich 865.000 prognostiziert.

Fachkräftemangel

Rund 60 Prozent der Befragten sehen die wesentliche Ursache für die Stagnation des Zeitarbeitsmarktes im zunehmenden Fachkräftemangel. 45 Prozent nennen die höheren Kosten für Zeitarbeitskräfte durch die Einführung der Branchenzuschlagstarife. Jedes dritte Unternehmen begründet die Stagnation mit einer konjunkturell bedingt schwächeren Arbeitskräftenachfrage.

Nachfrage

"Die beschleunigte Lohnangleichung durch 'Equal-Pay'-Vereinbarungen macht Zeitarbeit teurer, aber keineswegs überflüssig. Unsere Umfrageergebnisse belegen, dass die Verleihbetriebe die höheren Kosten zumindest teilweise auf die Entleihbetriebe umlegen konnten, ohne dass die Nachfrage eingebrochen wäre", so Dr. Ralph Niederdrenk, Zeitarbeitsexperte und Partner bei PwC.

Erfolgsgarant

"Entgegen der ursprünglichen Erwartung hat die Zeitarbeitsbranche die Einführung von Equal Pay also gut verkraftet. Das zentrale Bedürfnis der Unternehmen nach Kostenflexibilität bleibt intakt und wird auch weiterhin Erfolgsgarant der Zeitarbeit sein. Wie die befragten Unternehmen gehen auch wir kurz- bis mittelfristig von einer Stagnation des Marktes aus. Auf lange Sicht sind wir aber optimistisch." (WLI)