Zeitarbeitsregulierung hemmt Investitionsfreude

Bremen |

21.01.2015

Die geplanten strengeren Regulierungen der Zeitarbeitsbranche durch die Große Koalition „haben die unternehmerischen und damit die investiven Rahmenbedingungen in Deutschland verschlechtert“, stellte das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) im Rahmen einer Umfrage unter rund 2.900 Unternehmen jetzt fest.

Die deutsche Wirtschaft bleibe vor allem bei Investitionen aufgrund hoher wirtschaftlicher Unsicherheit unter ihren Möglichkeiten. Nicht zuletzt auch der wirtschaftspolitische Kurs der Bundesregierung bereite Sorgen. Maßnahmen wie etwa die Frühverrentung, der Mindestlohn und eben auch die strengere Regulierung der Zeitarbeit haben laut Umfrage die unternehmerischen und damit die investiven Rahmenbedingungen in Deutschland verschlechtert.

Zusätzliche Kosten

48 Prozent der befragten Unternehmen bestätigten, dass dadurch zusätzliche Kosten verursacht werden und die Bereitschaft zu Investitionen gehemmt sei. Weitere Schwierigkeiten bereiten den Firmen laut IW-Umfrage die hohen Arbeitskosten (46 Prozent) und die wuchernde Bürokratie (43 Prozent).

Ungenügende Standortpolitik

„Die zögerliche Investitionstätigkeit ist auch eine Konsequenz daraus, dass die Standortpolitik in Deutschland oftmals ungenügend und unzuverlässig ist. Bei veränderter Kulisse globaler Risiken ist das umso bedeutsamer“, äußerte IW-Direktor Michael Hüther sein Fazit aus der Befragung. Er sehe die Politik und die Tarifpartner in der Pflicht und empfehle unter anderem, Bürokratie abzubauen und Grundlagen für künftiges Wachstum zu schaffen. Möglich sei das beispielsweise durch den Ausbau der Infrastruktur und effektive Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel.

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