Zunehmende Wertschätzung der Zeitarbeit

Bremen |

29.04.2015

„Wir vermerken eine höhere Wertschätzung auf Seiten der Unternehmen und Bewerber. Für die Kandidaten wird Zeitarbeit mehr und mehr zu einer attraktiven Karriereoption“, lautet das Fazit von Sven Hennige, Senior Managing Director beim Personaldienstleister Robert Half. Das Unternehmen veröffentlichte jetzt eine Arbeitsmarktstudie, für die 200 HR-Manager in Deutschland befragt wurden.

Der Arbeitsmarkt habe sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert. "Im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise wurde Zeitarbeit von vielen Unternehmen aus Kosten- und Flexibilitätsgründen eingesetzt. Mittlerweile finden wir einen Arbeitnehmermarkt vor, gekennzeichnet durch eine niedrige Arbeitslosigkeit und Fachkräftemangel. Viele Unternehmen nutzen temporär beschäftigte Experten nun, um Schlüsselpositionen bei einzelnen Projekten besetzen zu können. Dementsprechend hat sich das Ansehen der Zeitarbeit grundlegend geändert“, erläutert Hennige die Ergebnisse.

Ebenbürtig

51 Prozent der befragten HR-Manager beurteilten die Bewerber mit Zeitarbeitserfahrung im Vergleich zu Kandidaten, die sich aus einer Festanstellung bewerben als absolut ebenbürtig. Vorteile bei der Einstellung ehemaliger Zeitarbeitskräfte sahen die Personaler vor allem, wenn die Zeitarbeitnehmer geforderte Branchenerfahrung mitbrachten (31 Prozent). Elf Prozent der Manager stellten außerdem fest, dass Zeitarbeitseinsätze die Flexibilität eines Bewerbers verdeutlichten.

Vermehrter Einsatz

42 Prozent der Personaler bewerteten zudem die Lebensläufe von Bewerbern mit Berufserfahrung in der Zeitarbeitsbranche als positiv im Recruiting-Prozess. Die positiven Reaktionen der Personalverantwortlichen gegenüber Zeitarbeitern zeigten sich laut Studie auch beim Ausblick: 81 Prozent der Befragten erwarten eine verstärkte Entwicklung hin zum vermehrten Einsatz von Zeitarbeitskräften und Interims-Beschäftigten.

Projektarbeit

Basis dafür sei die Kosteneffizienz aufgrund variabler Personalausgaben (33 Prozent). Zusätzlich sei der Bedarf an Flexibilität (31 Prozent der Antworten) gestiegen. Die Zunahme von Projektarbeit (14 Prozent) sowie der Zugriff auf zusätzliche Kompetenzen außerhalb des eigenen Unternehmens (14 Prozent) waren für die Antwortenden weitere wichtige Faktoren.

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